Du Hexe – scher dich zum Teufel – du bringst Unglück über uns – du musst weg. Schon alleine diese Worte zu hören sind traumarisierend für ein Grundschulkind, gerade mal 10 Jahre. Da ist die körperliche Gewalt, die dem Mädchen angetan werden schrecklich aber besser zu behandeln als die Psyche, die Erinnerungen und die inneren Verletzungen. Und dann auch noch von der Familie vertrieben zu werden, bloß weil die Großmutter väterlicherseits einem Irrglaube unterliegt, ist schrecklich, traumatisierend, horrorerregend …. Ohne Worte. Wo soll sie denn hin? Ein weiteres einsames Kind, das kein Waisenheim oder Kinderheim aufsuchen kann. Kein Zufluchtsort für Mädchen in der Stadt findet und meistens schluckt… und bleibt oder bei Verwandten unterkommt, die hoffentlich an etwas anderes glauben.
Sicherheit? Versorgung? Begleitung in dem Trauma?
Oft schwer zu finden.
Bei JengaTumaini hat sie offene Türen gefunden, ihre verletzten Finger wurden notdürftig verbunden und sie wurde zur nahegelegenen Gesundheitsstation gebracht, die Kosten sollen dafür übernommen werden, von Spenden. Genäht wurde es, aber sind die Sehnen der Beugeseite der Finger intakt? Können sie die Finger noch beugen oder wurden sie mit angenäht?
Ich sehne mich sehr nach einer funktionsfähigen Arztpraxis und einem guten, geländegängigen Krankenwagen, um Patienten adäquate Hilfe zu gewähren.
Und ein Kinderheim, ein safe place, eine Zuflucht und eine Chance von der Liebe von Jesus zu erfahren, neben der ein Irrglaube mit schrecklichen Folgen keinen Bestand hat, wo es Friede und Heilung gibt, selbst im Trauma und auch in einer kranken Welt.