Pausenknopf und das neue Normal

von 06 März 2025Congo, Aktuelles, Internet

Jeder kennt es, wenn das Leben wie pausiert erscheint. Durch den Verlust einen lieben Menschen oder eine Krankheitsphase, es geht einfach gerade nicht richtig weiter.

So fühlt es sich derzeit an, wenn ich an unsere Arbeit im Ost-Kongo denke.

Nur schlimmer.

Denn es ist Krieg.

Viele lieben Menschen mussten ihr Leben lassen. Das öffentliche Leben, die Schulen und Ausbildungsstätten, Banken und Geschäfte haben wie auf Knopfdruck alle aufgehört. Viele Familien mussten fliehen – wohin? Ungewiss, denn viele Flüchtlinge waren selbst in den Flüchtlingsunterkünften nicht mehr sicher.
Über 8 Millionen Binnenflüchtlinge
Knapp 7000 Todesfälle
2 der wichtigsten Provinzen des Ost-Kongo sind in den Händen der Rebellen.
Ein Ende nicht in Sicht.

Tatsache ist, wir als Leiter des Projekts können derzeit nicht dort hin fliegen können und die Banken sind noch nicht wieder geöffnet, so dass wir keine Spenden hinschicken können.

Dennoch, man muss sich derzeit anscheinend an das neue Normal gewöhnen. An die Besetzung der Region durch Rebellen, die erbarmungslos und mit bestialischen Methoden eine Art Ordnung versuchen herzustellen, zu kontrollieren und zu besitzen. Denn das ist, was sie wollen: die Reichtümer des Kongos ausbeuten und auf den Weltmarkt bringen, wo sie so dringend benötigt werden – koste es was es wolle – auch zig Menschenleben.

Schulen mussten wieder öffnen – und unsere Mitarbeiter lagen sich buchstäblich in den Armen, als der Startknopf der Schule wieder gedrückt werden durfte. Wenn auch mit vielen Auflagen und in stetiger Unsicherheit: knapp 200 schwer oder weniger schwer traumatisierte Kinder dürfen sich wieder in unserer Grundschule einfinden und freuen sich darüber. Denn Zusammen sein, Zusammen halt, für einander da sein und etwas Normalität leben ist in diesem neuen Normal ganz wichtig.

Wir beten, dass die Arbeit unseres Vereins, weiterhin positiv in die Seele und Geist der Menschen einwirken kann. Denn klar ist: hier sind wir am richtigen Ort. Hier brauchen Menschen Hilfe, brauchen einen Arbeitsplatz, brauchen regelmäßige Gehälter in angenehmer Arbeitsatmosphäre, bekommen Bildung und Liebe zugesprochen und hier können auch Menschen mit körperlichen Leiden ankommen – und so hoffen wir – bald auch medizinisch versorgt werden.

Ein Spielplatz für den Congo

Kontaktmission Deutschland
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