Mit meinen zwei Heldinnen Micheline und Apoline verlasse ich das mit Mauer und Zaun gut gesicherte JengaTumaini Grundstück in Kashusha. Alle unsere Gebäude stehen auf soliden Fundamenten, die – selbstverständlich lokal gebrannten – Ziegelsteine sind unser Markenzeichen für standhafte Bauten, sicher und langlebig. Wir überqueren eine der Hauptstraßen (breite Feldwege) und sind innerhalb von Sekunden mitten in der Streusiedlung. Ein Trampelpfad bringt uns von Hütte zu Hütte. Teils sind die Grundstücke schön eingerahmt mit Busch und Bananenbäumen, teils sind Holzzäune gezogen. Zwei Tatsachen haben die Hütten gemeinsam: 1) keine Fenster = besserer Schutz gegen Diebstahl und Regen, aber halt auch Dunkel. 2) kein Strom, kein Licht. Die teilweise aus Holz und/oder Lehm gebauten Hütten sind manchmal eher solide gebaut mit festem Holzdach, die, die wir jedoch zuerst besuchen ist…. einsturzgefährdet. Einer unserer Schüler wohnt hier. Aganzi (Name geändert) hat keinen Vater mehr. In der Hütte lebt die Mutter mit insgesamt 10 (oder 11?) Kindern, einer der Söhne mit seiner Frau und einem Kind. Meine Augen müssen sich in der Hütte erst mal an die Dunkelheit gewöhnen, das ist wichtig, denn sonst stolpere ich über rumliegenden Müll, Wurzelwerk, Holzhocker oder Küchenutensilien (ohne eine Küche zu finden). Keine Regale, keine Betten, erst recht keine Moskitonetze. Im Eingangsbereich stehen einige Holzstühle um einen kleinen Holztisch, ich sitze gegenüber Aganzi, der nicht gerade fröhlich wirkt. Eher bedrückt, traurig: seine Mutter ist im „Krankenhaus“. Sehr dicker Bauch, keiner weiß, ob sie wieder zurück kommt.
Ein paar Tage zuvor hatte ich sie noch gesehen. Sie wirkte sehr müde, schlapp und ihre gegerbte Haut um den ausgemergelten Körper lies sie aussehen als wäre sie …. sehr alt.
Sie kam zurück. Da sie besseren Zugang zu einem Schamanen hatte, als im weit entfernten Krankenhaus eine Rechnung nicht bezahlen zu können, lies sie sich beraten: sie sei dämonisch besessen, sie dürfe kein Sombé mehr essen (lokales, grünes Gemüse, ähnlich zu Spinat und hier alltägliches Essen), da es von ihren Nachbarn verflucht wurde und sie krank gemacht hätte. Kurze Zwischenfrage: was soll sie denn jetzt essen? Es gibt quasi nur Sombé neben dem Foufou (Mehlbrei). Fakt ist, die Mutter hat am ehesten eine Leberzirrhose und die Hütte wird die Regenzeit wahrscheinlich nicht überstehen.
JengaTumaini heißt auf Deutsch Hoffnung bauen.
Das Spiel Jenga ist so gut wie jedem bekannt. Nur wir wollen es nun anders herum ‚spielen‘ – aufbauen, nicht abbauen.
Noch in diesem Jahr wollen wir als Team zusammen mit der Familie die Hütte neu aufbauen.
Weihnachten rückt in greifbare Nähe, ein Freudenfest, weil wir glauben, Jesus ist als Baby geboren. Es gibt vor Freude Geschenke und uns macht es Freude, andere zu beschenken.
Mit einem Geldgeschenk (Spende) können wir in diesem Jahr Freude schenken: eine neue Hütte wird der ganzen Familie ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, ein Ausbildungsplatz wird einer Frau der Region und die finanzielle Unterstützung wird einem Schulkind Freude schenken! Auch tragen unsere Spenden dazu bei, die Gehälter unserer 30 MitarbeiterInnen zu bezahlen, über die jeder und jede einzelne überglücklich ist.
Danke für die Freude, die du spendest.
http://art-for-future.net/spenden/
Bevor die Hütte einstürzt
Ein Spielplatz für den Congo
Kontaktmission Deutschland
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